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DEUVET Kolumne
Der DEUVET Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V. wünscht sich mehr Toleranz
innerhalb der Old- und Youngtimerszene bei Messen und Veranstaltungen
Viele wichtige Messen in diesem Früh-
jahr haben gezeigt, dass nach wie vor
sehr gute Besucherzahlen zu vermelden
sind. Der Eindruck eines geringeren En-
gagements von Automobilherstellern ist
aber sichtbar. Die Freude an schönen
alten Autos ist in einigen Konzernen ge-
rade nicht „in“, man würde ja vielleicht
eine Konkurrenz zu den rollenden Computern aktueller Pro- duktion beflügeln, die der Kunde angeblich wünscht.
Doch weit gefehlt: der große Zulauf bei Saisoneröffnungen der einschlägigen Szenetreffs wie z.B. der diversen Motorworld Standorte und ähnlicher Veranstaltungen zeigt, dass sich der mündige Autofan selbst entscheiden möchte, was er gut fin- det und an welchen Fahrzeugen er sich erfreuen und sattse- hen will. Wer einmal die zahlreichen jugendlichen Carspotter mit Handys und Kameras bei der Zufahrt zu den Geländen ge- sehen hat, wird schnell bemerken, dass auch der Nachwuchs große Freude an tollen Autos, egal ob alt oder neu empfindet.
Hier kommt jetzt aber der Aufruf zu mehr Toleranz ins Spiel.
Alle Freunde der Mobilität vereint nämlich der absolute Wunsch nach individueller Freiheit, auch bei der Wahl der Ob- jekte der automobilen Begierde. So können Hypercars oder Tuningobjekte genauso begeistern wie Fahrzeuge der Mes- singzeit. Alle Fans haben nämlich den gleichen Gegner: Feinde der Individualität und der selbstbestimmten Freiheit, wie man von A nach B kommen möchte.
Selbst die Kritik an Neuwagen, Strandkorb- und Whirlpoolaus- stellern auf Automessen ist kurzsichtig: alle diese Standmieter zahlen in den großen Topf der Veranstalter ein und sichern so die Zukunft der Ausstellungen, die nur mit reinen Oldtimer- ständen wirtschaftlich nicht möglich wären.
Eine Einzelmitgliedschaft im
DEUVET Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V. kostet 25 Euro pro Jahr.
Kontakt: info@deuvet.de

